Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V. Logo

Beirat

Ein Team von internen und externen Fachberater*innen unterstützt die Inklusionsberatungs- und Koordinationsstelle. Dieser Beirat setzt sich aus Fachkräften der Behindertenhilfe, der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und weiterer teilhaberelevanter Bereiche zusammen. Es finden regelmäßige Beratungs- und Reflexionsgespräche statt, die dazu beitragen, die Projektkoordinator*innen über die geplante Projektdauer fachlich, mental und kritisch zu beraten. 
Außerdem ist der Beirat in die Evaluation der projektinternen Entwicklungsprozesse involviert. Dies stellt einen Theorie-Praxis-Transfer her, der besonders für die Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit von Bedeutung sein kann.

 

 

Henning Ader

Henning Ader, Erzieher, Landwirt und Fachlehrer für Sonderschulen. Seid 2011 Mitbegründer und stellvertretender Leiter der Jugendfarm Schwarzach. Die Jugendfarm Schwarzach befindet sich auf dem Gelände der Johannes-Diakonie-Mosbach, einer Komplexeinrichtung für behinderte Menschen. Die Jugendfarm ist aus einem alternativem Schulkonzept heraus entstanden, nämlich aus der “Outdoorklasse” der Schwarzbach Schule, einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum. Die Outdoorklasse wird von Schülern mit sehr starken Verhaltensauffälligkeiten, Selbst- und fremdaggressiven Verhaltensweisen sowie traumatisierten Schülern besucht, bei denen klassische Schulkonzepte nicht greifen.
Durch das Konzept der körperlichen Aktivierung, unterstützt durch tiertherapeutische Aspekte, werden hierbei sehr gute Erfolge erzielt.

Die Jugendfarm Schwarzach hat den Inklusionsgedanken umgekehrt und lädt Menschen von außerhalb“ in eine Komplexeinrichtung ein, um dort gemeinsam mit allen Menschen, die sich in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit beteiligen möchten, bei Ferienprogrammen und in der Kernzeitbetreuung, für die Grundschule auf dem Platz tätig zu sein.

Weiterhin wurde mit den Schülern der Outdoorklasse eine Schülerfirma gegründet, welche einmal pro Woche für Schulklassen von außerhalb einen Erlebnistag auf der Jugendfarm anbietet, bei welchem die Besucher von den behinderten Schülern in den einzelnen Projekten mit angeleitet werden.

Andy Bernard

Seit 2011 in der Kooperation zwischen der Lebenshilfe Erlangen e.V. und der Umweltstation Jugendfarm Erlangen e.V. im Fachdienst für Integration bzw. dem Projekt Inklusiver Treffpunkt Umwelt und Natur für die Umweltstation tätig. Schwerpunkte sind Anleitung und Schulung für Mitarbeiter-Innen und Praktikant-Innen in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung, die inklusive Ferienbetreuung und die Weiterentwicklung der Einrichtung im Bereich der inklusiven Arbeit. Meine bisherigen Erfahrungen bringe ich sehr gerne in das Projekt des BdJA ein.

Ninia „LaGrande“ Binias

Foto: Steffen Baranski

Ninia Binias (*1983) lebt und arbeitet in Hannover. Sie ist Moderatorin, Autorin und Poetry Slammerin. 2016 wurde sie als „Kreativpionieren Niedersachsen“ ausgezeichnet. Sie engagiert sich vor allem online für Inklusion und Feminismus, hält zahlreiche Workshops und Reden und kennt sich durch ihre berufliche Erfahrung besonders gut mit Social Media, Markenaufbau und Kommunikation aus.

Ninia Binias wird sich im Beirat um den Bereich der Kommunikation on- und offline kümmern. Sie steht Einrichtungen und Einzelpersonen gerne jederzeit zur Seite, wenn es um die richtige Wortwahl, Formulierungsschwierigkeiten oder den richtigen Kanal geht. Außerdem hat sie als Kleinwüchsige selbst Diskriminierungserfahrungen gemacht und kann diese in das Projekt einbringen.

Elvira Martin

Seit fast 30 Jahren tätig in der unabhängigen kommunalpolitischen Interessenvertretung behinderter Menschen in Tübingen (FORUM & Fachstelle INKLUSION). Als hauptamtliche Kraft (knapp 60 %) unterstütze ich das FORUM INKLUSION. Im FORUM INKLUSION treffen sich regelmäßig Menschen mit Behinderungserfahrung und weitere Interessierte zum Austausch. Das FORUM INKLUSION tritt aktiv ein für Barrierefreiheit und Inklusion in Tübingen und Umgebung. Mir liegt viel daran, nicht nur den einzelnen (beeinträchtigten) Menschen zu unterstützen, sondern die kommunalen Strukturen (Kommunikation, Barrierefreiheit, etc.) zu verändern. Diese Erfahrungen bringe ich gerne in das Projekt ein.

Stephen Willaredt

Ich sehe meine Schwerpunkte innerhalb des Projekts in den Bereichen

- Barrierefreiheit
- Persönliche Assistenz
- Unkonventionelle Lösungen

Ich bin Veranstaltungstechniker, Theatermacher und Rollstuhlfahrer. Seit drei Jahren lebe ich in Berlin und seit mittlerweile acht Jahren mit Persönlicher Assistenz. Ich bin ständig auf der Suche nach unkonventionellen Lösungen für alltägliche Probleme und Barrieren. Meine Freizeit verbringe ich gerne auf dem ASP Panama in Dresden. Mit dem Projekt möchte ich das Abenteuer Jugendfarm für viele verschiedene Men-schen öffnen und dort inklusive Prozesse in Gang setzen und begleiten